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Generalversammlung

Generalversammlung vom 22. März 2018

 

Tätigkeitsbericht der Präsidentin

 

Wenn ich Ihnen hiermit nach 14-jähriger Tätigkeit als Präsidentin, nach 14 Jahren der

Zusammenarbeit mit den verschiedenen Bereichen der Kantonalverwaltung, mit dem

ZMLP und vor allem mit den Mitgliedern des Verbandes, meinen letzten Bericht in

diesem Amt vorlege, geschieht dies nicht ohne Emotionen und auch mit etwas

Wehmut.

 

 

 

LOHNPOLITIK 2018

 

Der Staatsrat hat beschlossen, die Löhne des Staatspersonals unverändert auf

gleicher Höhe wie im Vorjahr (2017) zu belassen, da auf Grundlage des Schweizer

Landesindex der Konsumentenpreise zu Dezember 2017 keine Verteuerung

festzustellen war.

 

Im Jahr 2016 waren praktisch alle Bereiche der Kantonalverwaltung von der

Herabsetzung des Koeffizienten für die leistungsabhängige Lohnerhöhung und die

Leistungsprämie auf 0,6 betroffen. Im Verlauf von 2017 wurde der Koeffizient wieder

auf 1 festgesetzt, wie im Übrigen auch für 2018. Nichtsdestoweniger sind wir weiterhin

von den Auswirkungen dieser 2016 beschlossenen, ungerechten Massnahme betroffen,

und dies soweit und solange nichts unternommen wird, um die Kürzung

um 0,4% zu kompensieren.

 

Bezüglich der Gehaltsnachzahlungen wurde anlässlich der Delegiertenversammlung

des ZMLP eine entsprechende Anfrage an Herrn Staatsrat Schmidt gerichtet. Er hat

diese Anfrage dahingehend beantwortet, dass eine solche Massnahme für 2018

nicht möglich gewesen sei, er sich aber dafür einsetze, den fraglichen Prozentsatz zu

«erstatten», entweder mittels eines einmaligen Ausgleichs oder mittels eines

etappenweisen Ausgleichs über einen Zeitraum von mehreren Jahren. Mit Blick auf

das Staatspersonal erscheint uns Herrn Schmidts Einstellung zum Personaldienst

interessant, und wir hoffen, dass der Staatsrat in der Lage sein wird, die erforderlichen

Projekte sowohl im Bereich der Organisation als auch im Bereich der Finanzierung umzusetzen.

 

PENSIONSKASSE PKWAL

 

Dies ist wieder einmal das Thema des Jahres, und wir werden später Gelegenheit

haben, hierzu Herrn Charbonnet zu hören, der uns über den Fortgang der Tätigkeit

der betreffenden Arbeitsgruppe informieren wird.

 

Ebenfalls wird uns Herr Vernier über die Ergebnisse der PKWAL für das Jahr 2017

unterrichten.

 

ABSCHAFFUNG VON FEIERTAGEN

 

Sie werden sich wahrscheinlich daran erinnern, dass im Jahr 2016 im Grossen Rat

ein Antrag auf die Abschaffung von Feiertagen für den öffentlichen Dienst im Wallis

eingebracht wurde, da den Antragstellern die Zuweisung dieser Feiertage zu

grosszügig erschien. In der Folge wurde die Situation analysiert und entsprechende

Vergleiche wurden angestellt, insbesondere im Privatsektor. Die Vergleiche haben

ergeben, dass die im Staat Wallis angewandte Praxis vollkommen mit der in diesem

Bereich üblichen Vorgehensweise übereinstimmt. So wurde dieser Antrag vom

Grossen Rat aufgrund der effizienten Lobbyarbeit des ZMLP abgelehnt, und wir

konnten die Einrichtung eines zusätzlichen Feiertags für das Jahr 2018 erreichen.

 

PAS 2

 

Der ZMLP setzt sich gegen neuerliche Wirtschaftsprojekte zur Wehr und fordert,

dass die im Rahmen der PAS 2 verordneten und umgesetzten Massnahmen

ausgesetzt und korrigiert werden.

 

Wir hoffen, dass der ZMLP in dieser Angelegenheit gehört wird, und wir können alle

unsere Stimme einbringen, um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen.

 

Ihr Komitee hat auf die Auswirkungen und Konsequenzen der Umsetzung der PAS 2

auf das Staatspersonal hingewiesen.

 

Der Personalstopp hat bei den bestehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu

einer Arbeitsüberlastung geführt. In den letzten Jahren wurde ein deutlicher Anstieg

im Bereich Rechtsschutzgesuche nach sich ziehender persönlicher Probleme und

Burnout-Diagnosen verzeichnet, da diese Mitarbeitenden unter ständigem Stress

arbeiten.

 

Darüber hinaus hat die Abschaffung der Subventionsleistung für die Kinderkrippen zu

deutlichen Einbussen beim Haushaltsbudget von Familien geführt. Im Kulturbereich

sind im Bereich Fördergelder erhebliche Einbussen der Unterstützungsleistungen zu

verzeichnen. Dies wirkt sich negativ auf die gesamte Walliser Bevölkerung aus.

 

Bei den Kantonsstrassen wurden die Investitionen durch den Faktor 2,5 geteilt. Der

Umstand, dass das Strassennetz nicht einwandfrei in Ordnung gehalten wird, kann

nicht als finanzielle Sparmassnahme angesehen werden, im Gegenteil. In Zukunft

werden immer mehr Mittel zur Verfügung gestellt werden müssen, um die

Befahrbarkeit unseres Strassennetzes zu erhalten. Der Beweis? Dieser Winter war

geprägt von starken Unwettern, Schneefällen, Regen etc., die grosse Schäden an

unseren Strassen nach sich zogen. Nach Meinung von Fachleuten hätten viele

dieser Schäden vermieden werden können, wenn eine regelmässige Wartung

erfolgt wäre, wie sie mittels eines Budgets sichergestellt werden könnte, das den

Anforderungen des umfangreichen kantonalen Strassennetzes gerecht wird.

 

Dies sind nur einige Beispiele, die die Gesamtheit unserer Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter und die Walliser Bevölkerung betreffen. Wir haben auch auf die

Auswirkungen in spezifischeren Bereichen hingewiesen, die ich hier nicht auflisten

werde.

 

HES-SO Wallis – neue Typologie

 

Die Direktion der HES-SO Wallis hat bei der Klassifizierungskommission der

Einrichtung, bestehend aus je zwei Leitern pro Studiengang/Forschungsinstitut, zwei

Vertretern des Sozialpartners sowie des Leiters HR, den Antrag gestellt, die

Aufgaben des Verwaltungspersonals und des technischen Personals zu

analysieren und im Anschluss Vorschläge für die Klassifizierung dieser

Aufgaben im Rahmen der Einsetzung einer neuen Typologie zu unterbreiten.

 

Über einen Zeitraum von 18 Monaten hat die Kommission auf der Grundlage dreier

Prinzipien gearbeitet – der Analyse der einzelnen Aufgaben, des Vergleichs mit der

Situation auf dem Arbeitsmarkt und vor allem der Erstellung eines Lohnsystems in

Abstimmung und Übereinstimmung mit der Gesamtheit der Aufgaben des

Verwaltungs- und des technischen Personals und des Mittelbaus.

 

Am 1. Januar 2018 wurde die neue Typologie für 133 Personen eingeführt. Sie

gewährleistet allen eine gesicherte materielle Situation, unabhängig von der

Entscheidung über die Klassifizierung der Aufgabe. Selbstverständlich sah man nicht

nur zufriedene Gesichter, es gab auch Enttäuschungen und Beschwerden. Die

Durchführung des Projekts wird fortgesetzt mit der Erstellung von Pflichtenheften für

diese neuen Aufgaben.

 

Kleine Anmerkung für den Staatsrat: Vielleicht könnte ihm diese Initiative der HESSO

ja als Inspiration für sein eigenes Personal dienen? Die Arbeit wurde vor

mehreren Jahren in Angriff genommen, aber niemals zu Ende geführt. Ihr Wert

bestünde darin, die Transparenz bei der Klassifizierung der verschiedenen

Aufgabenbereiche zu verbessern.

 

JAHRESAUSFLUG

 

Und nun zu etwas Erfreulichem. Ich spreche vom traditionellen Jahresausflug,

der am 9. September 2017 stattfand. François organisierte den Besuch des

Val d’Abondance mit einem Essen im Restaurant des Cornettes der Chapelle

d’Abondance, Danach stand eine kurze Schiffahrt ab St-Gingolph auf dem

Programm und zum Abschluss wurde im Hafen von le Bouveret ein Apéro

serviert. Wie jedes Jahr und bereits zum 44. Mal fand der Ausflug grossen

Anklang trotz des trüben und regnerischen Wetters.

Herzlichen Dank an François für sein Engagement und die tolle Organisation.

 

WEIHNACHTSAKTION

 

Das Komitee des VPeWAL hat seine Weihnachtsaktion der Institution „Valais de

Coeur“ gewidmet, die behinderte Menschen aus dem ganzen Kanton willkommen

heisst. Diese Institution beherbergt derzeit 60 Bewohnerinnen und Bewohner, die

regelmässig überwacht und medizinisch versorgt werden. Auch in den Werkstätten

sind rund 100 Mitarbeitende beschäftigt, die körperlich behinderte oder

hirngeschädigte Menschen umsorgen. Die Ziele und Missionen wurden in der

VPeWAL-Info Nr. 36 vom Dezember 2017 vorgestellt.

 

Dank Ihrer Spenden konnte Ihr Komitee der Gruppe Parkinson Wallis einen Cheque

über CHF 9000.– überreichen. Herzlichen Dank an alle für die grosszügige

Unterstützung.

 

Zum Schluss danke ich im Namen des Komitees und in meinem persönlichen Namen

allen, welche ihren Beitrag zur erfolgreichen Tätigkeit des Verbandes beitragen.

 

Sitten, den 22. März 2018

 Ariane Praz

Präsidentin

Verband des Personals
des Staats Wallis  

  
Postfach 92  
1951 Sitten